Agrarpolitik 2028: Backhaus warnt vor Kürzungen
Mecklenburg-Vorpommern fordert Schutz der Direktzahlungen für Landwirte und nachhaltige Landwirtschaft
Im Rahmen der aktuellen Landtagssitzung in Mecklenburg-Vorpommern meldete sich der Landwirtschaftsminister des Landes, Dr. Till Backhaus, mit deutlichen Worten zur geplanten Neuordnung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) auf europäischer Ebene zu Wort. Die Debatte fand vor dem Hintergrund des anstehenden Mehrjährigen Finanzrahmens (MFR) ab 2028 statt.
Landwirtschaft im Fokus der EU-Politik
Dr. Backhaus sprach sich entschieden gegen die derzeit diskutierten Pläne zur Reform der GAP aus. Besonders betonte er die Notwendigkeit, die Eigenständigkeit der Agrarpolitik zu erhalten und auf eine ausreichende finanzielle Ausstattung zu achten. Die Position des Ministers ist klar: Änderungen wie Kappungen oder Degressionen bei den Direktzahlungen sollen unterbunden werden.
In der Landtagsdebatte betonte Dr. Backhaus:
„Der Bundeskanzler muss sich in Brüssel mit Nachdruck dafür einsetzen, dass die GAP eigenständig bleibt, ausreichend finanziert wird und keine Kappung oder Degression der Direktzahlungen erfolgt. Nur so sichern wir Einkommen, Investitionen, Umwelt, Klimaschutz sowie die Zukunft der Landwirtschaft und unserer ländlichen Räume.“
Hintergrund: Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) und Mehrjähriger Finanzrahmen (MFR)
Die von Minister Backhaus kritisierten Reformvorschläge sehen eine Neujustierung der Fördersummen und Verteilungsmechanismen vor. Besonders die Begriffe Kappung und Degression spielen in der Diskussion eine Rolle.
Politische Initiative aus Mecklenburg-Vorpommern
Die Debatte im Landtag Mecklenburg-Vorpommern erfolgte auf Antrag der Regierungsfraktionen von SPD und Die Linke. Das Ziel: Ein klares Signal aus dem Bundesland an die Bundesregierung und die EU, die Interessen der Landwirte stärker zu berücksichtigen.
Weitere Informationen
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Die Diskussion um die künftige Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik wird auch in den kommenden Monaten auf Landes- und Bundesebene weitergeführt werden. Die Forderungen aus Mecklenburg-Vorpommern verdeutlichen die Bedeutung eines starken agrarpolitischen Rahmens für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Entwicklung.
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