Femizide als eigenes Mordmerkmal?
Gleichstellungsministerin Bernhardt fordert neue Strafrechtsregelung gegen geschlechtsspezifische Tötungen
Artikel anhören
Die Diskussion um Gewalt gegen Frauen erhält neue Dringlichkeit: Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt fordert, dass sogenannte Femizide, also die Tötung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts, als eigenständiges Mordmerkmal in das deutsche Strafrecht aufgenommen werden. Durch ihre Schirmherrschaft für die internationale Kampagne „One Billion Rising“ setzt sie ein deutliches Zeichen, dass die Thematik nicht nur gesellschaftlich, sondern vor allem auch juristisch mehr Beachtung finden muss.
Appell der Ministerin: Rechtliche Reformen notwendig
Jacqueline Bernhardt betont in ihrer Position als Gleichstellungsministerin die Dringlichkeit einer gesetzlichen Veränderung. Sie sieht die Verankerung von Femiziden als Mordmerkmal als wichtigen Schritt im Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Mit diesem Vorstoß sollen bestehende Gesetzeslücken geschlossen und die Strafverfolgung für solche Taten verschärft werden.
Initiativen auf politischer Ebene
Bernhardt verweist auf die bereits vorliegende Prüfbitte der Justizministerkonferenz (JuMiKo). Damit liegt der Ball nun bei den politischen Entscheidungsträgern, konkrete Maßnahmen zur Anpassung des Strafrechts einzuleiten. Die Ministerin fordert, dass zeitnah Gesetzesinitiativen erarbeitet werden, um Femizide angemessen bestrafen zu können.
Schirmherrschaft für „One Billion Rising“
Mit der Übernahme der Schirmherrschaft für die Bewegung „One Billion Rising“ unterstreicht Jacqueline Bernhardt ihre Position. Die Kampagne setzt sich weltweit gegen Gewalt an Frauen und Mädchen ein und mobilisiert jährlich Millionen Menschen für mehr Gerechtigkeit.
Weiterführende Informationen
Weitere Details zur Initiative und die vollständige Pressemitteilung des Ministeriums sind online einsehbar:
title="Pressemitteilung des Ministeriums für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz"
url="https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/jm/Aktuell?id=217812&=processor.&sa.pressemitteilung.sperrfrist=alle"
/>
Die Entwicklung bleibt abzuwarten – ob und in welcher Form die Gesetzesänderung kommen wird, ist nun Gegenstand politischer Beratungen.
Eigene Anzeige
Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen
Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.