Manuela Schwesig setzt Impulse für Frauen in Führungspositionen
Beim Hanse Sail Business Brunch nennt sie Unternehmensoffenheit, Standortvorteile und fordert politische Unterstützung
Schwesig wirbt für Mecklenburg-Vorpommern als Standort für Frauen in Führungspositionen
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat beim Hanse Sail Business Brunch die Bedingungen für Frauen in Führungspositionen in Mecklenburg-Vorpommern hervorgehoben. Nach ihren Worten biete das Land gute Voraussetzungen für starke und gut ausgebildete Frauen.
Schwesig verwies darauf, dass Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern offen für Vielfalt seien und mit modernen Arbeitsbedingungen bei Frauen punkten könnten. Als weitere Standortvorteile nannte sie die beitragsfreie Kita sowie die Lebensqualität mit Landschaft, restaurierten Altstädten und kulturellem Reichtum.
Unternehmen und Kennzahlen
Als Beispiele für Unternehmen, die nach Darstellung der Ministerpräsidentin erkannt haben, dass wirtschaftliche Stärke auch Gleichberechtigung bedeutet, nannte sie 50Hertz, AIDA und Liebherr.
Zugleich verwies Schwesig auf bestehende Anteile von Frauen in der Wirtschaft des Landes. Demnach sind in Mecklenburg-Vorpommern etwa 37 Prozent der Führungskräfte auf der obersten Ebene in der Privatwirtschaft Frauen. Der Anteil von Frauen an den Existenzgründungen beträgt nach ihren Angaben 33,5 Prozent.
Politische Maßnahmen zur Gleichstellung
Schwesig betonte zugleich, dass diese Entwicklung kein Selbstläufer sei. Es brauche politische Leitplanken und Unterstützung. In diesem Zusammenhang erinnerte sie an das erste Gesetz für die Frauenquote in Aufsichtsräten, das sie nach eigenen Angaben 2015 als Bundesfrauenministerin auf den Weg gebracht habe. Dieses Gesetz wirke, der Frauenanteil in den betroffenen Unternehmen liege inzwischen höher als die geforderte Quote.
Nach Angaben der Ministerpräsidentin hat die Landesregierung zudem ein neues gleichstellungspolitisches Rahmenprogramm mit Maßnahmen zur Förderung einer ausgewogenen Erwerbsbeteiligung in allen Bereichen auf den Weg gebracht. Mit dem Gleichstellungsgesetz wolle das Land den Anteil von Frauen in Führungspositionen im öffentlichen Dienst in Mecklenburg-Vorpommern erhöhen und die paritätische Besetzung von Gremien garantieren.
Eigene Anzeige
Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen
Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.