Neue Stolpersteine in Pasewalk jetzt digital erlebbar
App erweitert Gedenkprojekt und macht NS-Opfer-Geschichte für junge Menschen zugänglich
In Pasewalk sind neue Stolpersteine verlegt worden und laden nun zur Erinnerung sowie zur aktiven Auseinandersetzung mit der Geschichte ein. Die kleinen Mahnmale im Gehweg erinnern an Menschen, die in der NS-Zeit verfolgt, deportiert oder ermordet wurden. Neu ist: Interessierte können die Geschichten hinter den Stolpersteinen ab sofort auch digital erkunden – eine App macht dies möglich.
Gedenkveranstaltung mit prominenter Beteiligung
Zur offiziellen Einweihung der Stolpersteine kamen zahlreiche Personen des öffentlichen Lebens nach Pasewalk. Unter den Teilnehmenden waren neben Vertretern der Stadt auch Landesrabbiner Yuriy Kadnykov, die Kulturministerin Bettina Martin und der Leiter der Landeszentrale für Politische Bildung, Jochen Schmidt.
Durch die Beteiligung dieser Persönlichkeiten wurde die überregionale Bedeutung des Erinnerungsprojekts deutlich. Die Stolpersteine sind Teil einer bundesweiten Aktion, mit der an das Schicksal von Opfern des Nationalsozialismus erinnert wird.
Digitale Erkundung erweitert Angebot
Neu ist in diesem Jahr die Möglichkeit, die Stolpersteine auch digital zu erkunden. Mit einer App können Interessierte nun zusätzliche Informationen sowie historische Hintergründe bequem auf ihrem Smartphone abrufen. Dieses Angebot erleichtert insbesondere jüngeren Menschen und Besuchern den Zugang zur Geschichte der Stadt und fördert die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit.
Kulturelle und politische Bedeutung
Das Gedenken in Pasewalk ist nicht nur ein Zeichen für die Erinnerungskultur der Stadt, sondern auch ein wichtiges Signal gegen das Vergessen und für Demokratie und Toleranz. Die Präsenz von Vertreterinnen und Vertretern aus Religion, Politik und Bildung unterstreicht die vielfältige gesellschaftliche Verantwortung, die mit dem Erinnern verbunden ist.
Weitere Informationen
Wer mehr über die Veranstaltung, die Stolpersteine oder die digitale App erfahren möchte, findet alle Details in der offiziellen Pressemitteilung der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern.
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