Klose wirbt zum Tag der Deutschen Einheit für Respekt und Zusammenhalt
Mit einer Festrede beim Festkonzert zum Tag der Deutschen Einheit hat Neubrandenburgs Oberbürgermeister Nico Klose am 3. Oktober 2026 den Wert von Zusammenhalt und demokratischem Miteinander betont. In seiner Rede fragte er, was Einheit eigentlich bedeute, und rückte dabei weniger den historischen Vollzug der Wiedervereinigung als die Anforderungen an das Zusammenleben heute in den Mittelpunkt.
Klose erinnerte daran, dass Einheit aus seiner Sicht nicht Gleichförmigkeit bedeute. Sie entstehe aus einem gemeinsamen Fundament, aus der Würde jedes Menschen, aus Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Respekt im politischen Streit. Streit sei in einer Demokratie notwendig, sagte er, entscheidend sei jedoch, wie miteinander gestritten werde. Widerspruch dürfe nicht in Verachtung umschlagen.
Appell für Respekt und Beteiligung
Der Oberbürgermeister verwies auf gesellschaftliche Spannungen, wachsende Verunsicherung und eine aus seiner Sicht härtere politische Debattenkultur. Probleme verschweigen dürfe keine Antwort sein, ebenso wenig das Gegeneinander der Lager. Demokratie lebe davon, dass unterschiedliche Interessen und Meinungen ihren Platz hätten und Menschen trotz aller Unterschiede gemeinsam handeln könnten.
Ein besonderer Schwerpunkt der Rede lag auf der Verantwortung des Einzelnen für Freiheit und Demokratie. Freiheit sei nicht selbstverständlich, sagte Klose, sondern verlange Engagement im Alltag, in Vereinen, am Arbeitsplatz, in Schulen, in Nachbarschaften und in den kommunalen Institutionen. Mit Blick auf internationale Krisen und autoritäre Entwicklungen erinnerte er daran, wie wertvoll die demokratische Ordnung in Deutschland sei.
Verweis auf Stadt, Konzertkirche und Philharmonie
Als Beispiele für Zusammenhalt nannte Klose das Engagement in Feuerwehren, Rettungsdienst, Ehrenamt, Schulen, Kindertagesstätten, Gesundheitswesen, Unternehmen, Kultur und Bundeswehr. Zugleich stellte er die Konzertkirche als Ort des Wandels heraus. Aus einer kriegszerstörten Ruine sei ein Ort der Begegnung und Kultur geworden. Auch die Neubrandenburger Philharmonie bezog er in diesen Gedanken ein und beschrieb ein Orchester als Bild für Demokratie: Unterschiedliche Stimmen ergäben erst im Zusammenspiel ein Ganzes.
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